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Eine junge Bewegung in der jungen Welt

vernetzen 2.0: Heute ATTAC

Nächstes Jahr feiert ATTAC seinen fünften Geburtstag, dabei kommt es vielen so vor, als sei es erst gestern gewesen, daß sie den Namen »ATTAC« das erste Mal gehört haben. Das mag daran liegen, daß ATTAC als »junge« Bewegung verstanden wird. Zwar ist ATTAC jetzt nicht mehr so jung an Jahren, und auch die ATTAC-Klientel ist im Schnitt nicht ganz so jung wie der Teil, der gern als Vorzeige-ATTACies gilt, aber die Protestformen und die Ideologiefreiheit haben zeitlos verjüngende Wirkung. Globalisierungskritik kann – und muß – erwachsen und kompetent sein (sonst wird sie nicht gehört) und gleichzeitig jung im Sinne von »unverstaubt« bleiben (sonst macht sie einfach keinen Spaß).

Eine Bewegung bewegt – nicht nur im übertragenen Sinne –, sondern auch gerne mal Menschen von A (einem Sofa) nach B (auf die Straße). Die junge Welt ist für uns als Partnerin für Mobilisierungsaktionen interessant, weil ihre LeserInnenschaft zu einem großen Teil auch bewegen möchte und eine hohe Bereitschaft mitbringt, sich an Aktionen zu beteiligen. Als im letzten Jahr beispielsweise ein mit rund 1000 GlobalisierungskritikerInnen besetzter ATTAC-Sonderzug zum Gegengipfel zum G8-Treffen fuhr, hatten viele erst durch die jW davon erfahren, und sie konnten sich dort auch noch über die genauen Abfahrtszeiten informieren ...

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.06.2004, Seite 12, Aktion

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