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Northvolt: Förderzusage für Batteriefabrik in Schleswig-Holstein

Foto: Britta Pedersen/dpa
Bekommt seinen Willen: Northvolt-Labs im schwedischen Västertås

Berlin/Heide. Die Bundesregierung und das Land Schleswig-Holstein haben mit der Zusage von Subventionen den Weg für eine milliardenschwere Investition des schwedischen Batterieherstellers Northvolt in Deutschland geebnet. Die Unterstützung soll die seit längerem laufenden, dann aber wieder infrage gestellten Northvolt-Pläne für den Bau einer Batteriezellenfabrik in Heide ermöglichen. Das Bundeswirtschaftsministerium und Northvolt gaben am Freitag gemeinsam unter Vorbehalt grünes Licht. Denn jetzt hängt alles von der EU-Kommission ab, die die staatliche Unterstützung noch genehmigen muss. Davon macht Northvolt die endgültige Entscheidung abhängig. »Northvolt hat verdeutlicht, dass die Investition in Heide vorbehaltlich einer Förderung erfolgt, die die Europäische Kommission unter Wahrung des Wettbewerbsrechts genehmigt«, erklärte das Bundeswirtschaftsministerium.

Über die Höhe der Förderung sei noch nicht final entschieden worden. Zwei mit den Vorgängen vertraute Personen sagten, Northvolt könnte rund eine halbe Milliarde Euro Unterstützung bekommen. Die Investitionen des schwedischen Konzerns für die Anlage in Heide würden sich dann auf rund drei bis fünf Milliarden Euro belaufen. In Heide sollen nach ersten Planungen eine Million Batterien jährlich mit etwa 3.000 Mitarbeitern produziert werden.

Hintergrund des Ringens um den Standort der Batteriezellenfabrik für die Autoindustrie war das US-Subventionsprogramm Inflation Reduction Act (IRA). Nachdem Northvolt sich zunächst auf Heide in Schleswig-Holstein festgelegt hatte, hatte Northvolt-Chef Peter Carlsson dies wegen der neuen Sachlage in den USA wieder infrage gestellt. Anfang Februar hatte Habeck Northvolt in Schweden besucht, die Investitionsentscheidung für Heide blieb aber damals zunächst weiter in der Schwebe. (AFP/jW)

junge Welt

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Erschienen am 13.05.2023, Kapital & Arbeit

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