17.05.2004
Ganz großes Kino
Vorwärts für einen linkssozialdemokratischen Fußball! Warum der neue deutsche Fußballmeister die neoliberale Egokultur untergehen ließ
Von Marek Lantz
Die Stadt stand wirklich kopf. Selbst beim Weser-Kurier, dem piefigen Bremer Lokalblatt, müssen sie am letzten Sonntagmorgen mit denkbar dicken Schädeln in die Redaktion eingelaufen sein. Nicht etwa deswegen, weil sie das Statement des Vorsitzenden des ersten Werder-Fanclubs in Dänemark abdruckten. Das machten auch andere. »Das war der Sieg von Spielkunst und Zusammenhalt gegen das Großkapital«, hieß es da. Klassenkampf-Rabulistik hat im Werder-Bayern-Duell schließl...
Artikel-Länge: 4197 Zeichen


