21.02.2004
Der Mord an Eisner
Vor 85 Jahren beendete ein Attentat die »hundert Tage der Regierung Eisner« und löste eine zweite Revolution in Bayern aus
Von Nick Brauns
Am Morgen des 21. Februar 1919 verließ der bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner in Begleitung seines Sekretärs Felix Fechenbach und eines Mitarbeiters des Außenministeriums seine Dienstwohnung im Münchner Palais Montgelas. Zwei Leibwächter begleiteten ihn. In seiner Tasche trug Eisner das Manuskript für seine Rücktrittserklärung, die er im Landtag verlesen wollte. Der junge Offizier Anton Graf Arco auf Valley, ein antisemitischer Eiferer aus dem Umfeld der völki...
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