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Fehlverhalten von Führungskräften

Beijing. Der angeschlagene chinesische Immobiliengigant Evergrande hat Fehlverhalten mehrerer hochrangiger Manager eingeräumt. Sechs Führungskräfte hätten demnach mehrere Anlageprodukte des Unternehmens illegalerweise im voraus eingelöst. Evergrande teilte am Sonnabend mit, die Angelegenheit werde sehr ernst genommen. Der Konzern verlange von den Managern eine Rückzahlung der eingelösten Gelder und werde »strenge Strafen« verhängen.

Normalerweise dürfen die firmeneigenen Anlagen erst nach einer bestimmten Haltezeit ausgezahlt werden. Die Manager haben den Angaben zufolge die Investments jedoch entgegen dem vorgesehenen Zahlungsplan vorzeitig zu Geld gemacht.

Das eingeräumte Fehlverhalten erfolgt inmitten einer existenzbedrohenden Krise des hochverschuldeten Immobilienriesen mit Sitz in der Wirtschaftsmetropole Shenzhen. Die Verbindlichkeiten von Evergrande betragen umgerechnet mehr als 300 Milliarden US-Dollar. Seit Jahresbeginn ist der Aktienwert des Konzerns um drei Viertel gefallen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 20.09.2021, Seite 9, Kapital & Arbeit

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