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Aus: Ausgabe vom 11.06.2021, Seite 11 / Feuilleton
Deak

Ein schrecklicher Verdacht

In welchen Organisationen ist Annalena Baerbock noch nicht Mitglied?
Von Dusan Deak
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Kein Herz für Gartenzwerge: Annalena Baerbock

Alles kommt noch viel schlimmer: Annalena Bearbock wird der Lebenslauf aberkannt. Waren es bei Freiherr von und zu Guttenberg und Franziska Giffey nur die phantasievoll zusammengeschnippelten Copy-Paste-Doktortitel, ist bei Annalena Baerbock die ganze liebevoll zusammengehäkelte Lebenskollage dran. Doch ihr Hauptproblem ist nicht ihr wohl abgebrochenes Hamburger Studium oder der in London erworbene Sklavenhalter-Mastertitel (Thomas Schmoll, NTV).

Denn sorgfältigen Recherchen der FAZ in Zusammenarbeit mit der Bild haben ergeben, dass die Grünen-Kanzlerkandidatin in mindestens drei gemeinnützigen Vereinen und Institutionen (u. a. German Marshall Fund und das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR) kein Mitglied ist oder war. Ohne uns auf die letzte Stelle hinterm Komma festzulegen: Wir vermuten, dass Baerbock in mindestens 120.000 weiteren gemein- und nichtgemeinnützigen Vereinen keine Mitgliedschaft besitzt. Zum Beispiel findet sich im Vereinsverzeichnis der »Gartenzwergfreunde der Dresdner Frauenkirche e. V.« kein Mitgliedseintrag von (wenn wundert’s?) Annalena Baerbock.

Erschwerend kommt hinzu, dass Baerbock vermutlich seit Jahren mit falscher Identität unterwegs ist. Denn einen weiblichen Bock, geschweige denn Baerbock, hat die Natur nicht vorgesehen. Wenn sie also ihren Lebenslauf nach und nach mühsam der Wahrheit etwas angleicht, wäre es vielleicht ratsam, auch ihren eigenen Familiennamen unter die Lupe zu nehmen. Vielleicht sollte sie sich, tierschutz- und gendergerecht, Baerziege, Baerzicke oder – ganz inklusiv – »Baerzick*:!?in« nennen. Wie viel einfacher haben es da unsere slawischen Nachbarn, die durch das Anhängen der Endung -ska, -ina oder -ova die weibliche Geschlechtlichkeit einer Person elegant und eindeutig zuweisen und ein für allemal klarstellen, dass Alena Pavlova sich im Besitz von Jan Pavel befindet und dessen unveräußerliches Eigentum ist.

Es wird unter diesen Umständen für Baerbock nicht einfacher, ihre heimliche Hauptagenda umzusetzen: rückwirkend bis zum Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) alle Telefonbücher sowie Geburts- und Sterbeurkunden genderkorrekt umzuschreiben. Sprachwissenschaftler sind sich einig, dass Familiennamen, die auf Berufen basieren – wie Müller, Maier, Schulze, Schmidt, aber auch Soldat, Profikiller und Zeitungsschreiber –, deren weiblichen Träger*innen seit Generationen falsche Identitäten verschafften. Das kann gravierende Folgen für Erb-, Eigentums- und Sterberecht haben, aber auch für mit falschen Namen unterschriebene Friedens- und Waschmaschinenkaufverträge. Unzählige Menschen sind in der Vergangenheit unschuldig und qualvoll beispielsweise an Pest und Cholera verstorben und unter Grabsteinen mit falschen Familiennamen verschwunden. Eine Systemkorrektur ist fällig, alternativlos und unumgänglich.

Nach Einschätzung der Finanzfachleute werden die Ausgaben für die gendergerechte Umschreibung circa doppelt so hoch sein wie die Gesamtkosten für die globale Klimarettung. Jedenfalls werden sie die Summen der coronabedingten Weihnachtsbonuszahlungen an Annalena Baerbock übersteigen, wenn auch geringfügig.

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