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Aus: Ausgabe vom 28.01.2021, Seite 9 / Kapital & Arbeit
Folgen der Pandemie

Ökonomische Krise hält an

Wirtschaftsminister Altmaier schraubt Konjunkturprognose für 2021 herunter
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Geschlossener Einzelhandel: Falls der Shutdown verlängert wird, muss Altmaiers Progonse erneut korrigiert werden

Die Bundesregierung rechnet mit einem schwierigeren und längeren Weg aus der Wirtschaftskrise und schraubt die Konjunkturprognose für dieses Jahr herunter. Die ökonomische Entwicklung werde weiter maßgeblich vom Pandemieverlauf und den Maßnahmen zur Eindämmung beeinflusst, heißt es im Jahreswirtschaftsbericht, den Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) am Mittwoch in Berlin vorstellte. Nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung im vergangenen Jahr um fünf Prozent rechnet die Bundesregierung in diesem Jahr laut Bericht mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von drei Prozent. Die Wirtschaftsleistung vor der Krise würde erst zur Mitte des Jahres 2022 wieder erreicht.

In seiner Ende Oktober vorgelegten Herbstprognose hatte Altmaier für 2021 noch mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 4,4 Prozent gerechnet. Damals hieß es, das Vorkrisenniveau werde frühestens zum Jahreswechsel 2021/2022 wieder erreicht werden. Angesichts hoher Infektionszahlen hatten Bund und Länder ab November einschneidende Maßnahmen beschlossen, etwa die Schließung der Gastronomie sowie von Einzelhandelsgeschäften. Der Shutdown habe eine erhebliche Verlangsamung der Konjunkturdynamik bewirkt, heißt es im Jahreswirtschaftsbericht. Es sei davon auszugehen, dass die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal noch deutlich von der Pandemie beeinträchtigt werde.

Der Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass der im Dezember verschärfte Shutdown bis in den Februar hinein bestehen bleibt und die Wertschöpfung in den betroffenen Bereichen schrittweise wieder anläuft. Die aktuellen Coronamaßnahmen sind bisher bis Mitte Februar befristet. Doch angesichts der Gefahr durch mutierte Virusvarianten gilt es auch als möglich, dass der Shutdown noch einmal verlängert wird. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hatte seine Wachstumsprognose für Deutschland für das laufende Jahr um 0,7 Prozentpunkte auf 3,5 Prozent gesenkt. (dpa/jW)

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