14.10.2020
SAP-Korruption in Südafrika
Dubiose Deals
Um an Aufträge von Staatsunternehmen und Behörden in Südafrika zu kommen, haben Konzerne wie SAP hohe »Kommissionen« an dubiose Vermittlerfirmen gezahlt. Der Skandal zeigt, wie tief der Korruptionssumpf im Land ist
Von Christian Selz
Als die Not am größten war, stand Hasso Plattner parat. So zumindest lässt es sich der Schlagzeile des Business Insider South Africa vom 9. Juni entnehmen. »Lernen Sie den Deutschen kennen, der soeben 100 Millionen Rand für Südafrikas Coronaviruskampf gespendet hat«, lautete der Titel des zum Axel-Springer-Konzern gehörenden Wirtschaftsnachrichtenportals für ein von dessen Stiftung bereitgestelltes Porträt des SAP-Mitgründers. Südafrika sei für ihn zu einer zweiten ...
Artikel-Länge: 19550 Zeichen


