28.12.2019
Klassik
Wem würde da nicht Kant einfallen?
Beethovens Streichquartette sollten »ganz eigentlich studirt werden« – beispielhafte Abende mit dem »Belcea Quartet« in Berlin
Von Berthold Seliger
Seit dem Jahr 1804 organisierte Ignaz Anton Schuppanzigh mit seinem Streichquartett in Wien Aufführungen »auf Pränumeration«, also Abonnementkonzerte, für die Karten im Vorverkauf erworben werden konnten. Die zentrale Gattung der Kammermusik fand nicht länger als Privileg des Adels hinter verschlossenen Türen statt, sondern drängte in die Öffentlichkeit. Und die drei Streichquartette op. 59, die Ludwig van Beethoven in nur wenigen Wochen Ende Mai bis Anfang Juli 180...
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