24.08.2019
Instrumentalisiertes Gewaltopfer
Ein Jahr danach
Seit Tötung von Daniel H. hat sich in Chemnitz wenig getan. Neonazigruppen im Parlament und in der Fußballfanszene bleiben bittere Normalität
Von Volkmar Wölk
Zwölf Monate nach dem gewaltsamen Tod von Daniel H. habe die Stadt weitgehend zur Normalität zurückgefunden, kommentiert die Chemnitzer Freie Presse. Der junge Mann war am 26. August 2018 in den frühen Morgenstunden am Rande des Stadtfestes erstochen worden. Die Lage eskalierte blitzschnell. Nur einen Tag später demonstrierten mehr als 1.000 Personen, die einem Aufruf aus Neonazi- und Hooligankreisen gefolgt waren. Der Mob tobte, die schwach vertretene Polizei war h...
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