31.03.2003
Walzer
In Wien lärmen die italienischen Futuristen
Von Gerhard Wagner
Einst wollte Filippo Tommaso Marinetti (1876-1944), ein verwöhnter Millionärssohn, verbohrter Eliteliterat und Kunstrevolutionär, der mit »Manifesten« nur so um sich warf, die Museen stürmen und niederreißen. Sie waren für ihn nichts als »Schlafsäle«, gar »Friedhöfe«. Die Museen sind geblieben; Marinetti und seine futuristische Mannschaft sind inzwischen sogar selbst in sie gelangt. So jetzt auch in Wien, wo rund 200 Ölbilder, Aquarelle und Zeichnungen mit Titeln wi...
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