09.03.2019
Bildende Kunst
Avantgarde, aber auf Augenhöhe
Feminismus und Migration, radikale Werke: Der türkischen Künstlerin Nil Yalter wird die erste Retrospektive zuteil, ab heute im Kölner Museum Ludwig
Von Hannes Klug
Im Jahr 1974 erfuhr die türkische Künstlerin Nil Yalter in ihrem Wohnort Paris vom Frauengefängnis La Roquette im 11. Arrondissement. Anhand von Zeugnissen einer ehemaligen Insassin, die im Kunstwerk den Namen Mimi trägt, begann Yalter, gemeinsam mit ihrer Künstlerkollegin Nicole Croiset außerhalb der Gefängnismauern Videos zu drehen, in denen Menschen in ritualisierter Form Alltagsgegenstände tauschen. Diese Transaktionen wiederum nahm Mimi in Interviews zum Anlass...
Artikel-Länge: 5029 Zeichen


