11.02.2003
Auferstanden aus Ruinen
Berlin-Kreuzberg, wie es singt und lacht: Eine Ausstellung zeigt Stadtentwicklung und Sanierungsgeschichte rund um das Kottbusser Tor
Von Angela Martin
Glückverklärten Blicks verläßt ein grauhaariger Mann in schneefestem Anorak die peep-show-artige Box, in deren Dunkel Lieder von Ton Steine Scherben zu hören sind und eine Dia-Serie mit Fotos vor allem von Rio Reiser über die Leinwände flimmert. Ein junges Paar, unüberhörbar aus Schwaben, steht bei den Fotos zu den 1.-Mai-Demonstrationen und wundert sich über die Kommentare zu den Kreuzberger Krawallen seit 1987: »Die haben ja verdammt viel Verständnis für Randale.«...
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