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13.01.2019, 17:22:37 / Inland
Erinnerung an KPD-Mitbegründer

Rot, Schwarz, Neongelb

100 Jahre danach: Gedenken an ermordete Revolutionäre Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht mit aktuellen Bezügen in Berlin
Von Claudia Wangerin
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Ein Jahrhundert nach der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht sind am Sonntag in Berlin Tausende Menschen vom Frankfurter Tor zur Gedenkstätte der Sozialisten auf dem Zentralfriedhof Friedrichsfelde gezogen.

Zwischen roten Fahnen mit Logos kommunistischer Gruppen und der Partei Die Linke waren auf der diesjährigen Luxemburg-Liebknecht-Demonstration auch zahlreiche neongelbe Westen zu sehen. Wie üblich verbanden die Teilnehmer aktuelle politische Statements und Forderungen mit dem Gedenken an die beiden Revolutionäre und Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD), die am 15. Januar 1919 von Offizieren des alten kaiserlichen Heeres ermordet worden waren, nachdem die damalige SPD-Führung diesen freie Hand gelassen hatte. Auf dem Fronttransparent der »LL-Demo« wurde neben Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht auch der russische Revolutionär Wladimir Iljitsch Lenin genannt: »Niemand ist vergessen – Aufstehen und widersetzen.«

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Einige trugen die zum Symbol der aktuellen kämpferischen Sozialproteste in Frankreich gewordenen »Gelbwesten« in universell-kommunistischer Variante – mit Hammer und Sichel bedruckt. »Streik! Rätemacht! Frauenkampf!« hieß es auf einem weiteren Transparent. Vielfach war auch das von mehreren Gruppen verwendete Logo der Antifaschistischen Aktion mit roter und schwarzer Fahne zu sehen. Ein antifaschistisch-internationalistischer Block bezog sich in Slogans und Reden vor allem auf die Rätemodelle im syrisch-kurdischen Selbstverwaltungsgebiet Rojava und im mexikanischen Chiapas. Davon inspiriert, warb die Berliner »Kiezkommune« für Selbstorganisierung im Stadtteil.

»Rosa, Karl, Wladimir – für unsere Zukunft kämpfen wir«, sang eine Straßenrockband kurz vor dem Ziel am Rand der Demonstration. An der Gedenkstätte der Sozialisten bildeten sich Schlangen von Menschen, die gekommen waren, um Blumen niederzulegen – vor allem rote Nelken.

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Die Organisatoren sprachen im Anschluss von mehr als 15.000 Teilnehmern. Zu vereinzelten Festnahmen mit bislang unklarem Hintergrund kam es nach Informationen dieser Zeitung am U-Bahnhof Lichtenberg, wo zahlreiche Demonstranten schon den Heimweg antreten wollten.

Am Dienstag, dem eigentlichen Todestag von Luxemburg und Liebknecht, soll ihrer noch einmal um 18 Uhr am Olof-Palme-Platz in Berlin-Tiergarten gedacht werden.

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