24.10.2018
Literaturgeschichte
»Ein schwarzer Platz, wo Städte standen«
Mit den am 24. Oktober 1648 unterzeichneten Abkommen von Münster und Osnabrück endete der Dreißigjährige Krieg. Die zeitgenössische Literatur hat versucht, dessen »unerhörtes Leid« in Worte zu fassen
Von Arnd Beise
»Ich komm von Münster her gleich Sporenstreich geritten/ vnd habe nun das meist deß Weges überschritten/ Ich bringe gute Post vnd neue Friedenszeit/ der Frieden ist gemacht/ gewendet alles Leid.«* So verkündet es der am 25. Oktober 1648 in Münster abgefertigte »Postreuter« auf einem zeitgenössischen Flugblatt. Am Tag zuvor hatten die Vertreter des Wiener Kaisers, des Königs von Frankreich und der Königin von Schweden Dokumente unterzeichnet, welche den etwa drei Ja...
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