26.09.2018
Feste Stütze und Hoffnung
Sonderbriefmarke in Israel für Lebensretterin
Recha Freier erkannte zwei Jahre vor der Machtübernahme der Nazis Gefahr für Juden in Deutschland
Von Kai Böhne
Bei einem Spaziergang in ihrer ostfriesischen Geburtsstadt Norden hatte die vierjährige Recha Schweitzer im Jahr 1896 ein einschneidendes Erlebnis. Den eingezäunten Blücherplatz durfte sie mit ihrer Familie nicht betreten. Auf einem Schild am goldglänzenden Gitter stand: »Eintritt für Hunde und Juden verboten!« Diese Grunderfahrung prägte ihr weiteres Leben. Nach dem Schulabschluss studierte sie neue Sprachen, Pädagogik und Volkskunde in Breslau und München und mach...
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