06.04.2018
Wahlen in Ungarn
»Jobbik hat autoritäre Bestrebungen unterstützt«
Die linksliberale Opposition und viele Wähler haben vergessen, dass die Neofaschisten maßgeblich für die Misere im Land verantwortlich sind. Gespräch mit Lajos Csoma
Von Matthias István Köhler
Die Wandlung der neofaschistischen Jobbik zur »Volkspartei« scheint erfolgreich gewesen zu sein. Einige liberale Parteien und Zivilorganisationen haben der Partei im Wahlkampf stark den Hof gemacht. Braucht Ungarn jetzt keine Antifa mehr? Nein, ganz im Gegenteil. Nach den neuesten Umfrageergebnissen könnten die radikal rechten Parteien Fidesz und Jobbik gemeinsam zwei Drittel oder sogar drei Viertel der Stimmen für sich gewinnen. Auch wegen der »taktischen« Wähler. ...
Artikel-Länge: 3168 Zeichen


