10.01.2018
Kino
In der romantischen Tonalität
Der Dokfilm »Score« erzählt die Geschichte eines immer noch dominanten Stils der Filmmusik
Von Peer Schmitt
Die süßesten Melodien sind die ungehörten, behauptet der Dichter (John Keats in diesem Fall). Für Filmmusik mag dies besonders gelten. Sie sei dann am besten (wirksamsten, manipulativsten), wenn man sie kaum bewusst wahrnehme, heißt es. Da sei eine ähnliche Psychologie am Werk wie beim Einkaufen im Supermarkt: Man nimmt immer mehr mit, als man braucht, bekommt so gut wie gar nix mit und spätestens an der Kasse irgendwie doch die volle Breitseite. Es gibt freilich Fi...
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