Aus: Ausgabe vom 28.12.2017, Seite 9 / Kapital & Arbeit

BRD-Unternehmen gern gekauft

Ausländische Investoren weiter mit großem Interesse an Übernahmen

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Der Roboterbauer Kuka aus Augsburg gehört inzwischen chinesischen Investoren

Bundesdeutsche Unternehmen sind einer Studie zufolge auch 2017 bei ausländischen Investoren beliebt gewesen. Nach Angaben der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC gab es fast so viele Übernahmen und Fusionen wie im vorangegangenen Rekordjahr. Das Volumen fiel wegen einiger Megadeals sogar größer aus als 2016, wie aus der am Mittwoch veröffentlichten Analyse hervorgeht.

Demnach gab es bis Mitte November 709 Deals mit ausländischer Beteiligung. Für das Gesamtjahr rechnet PwC mit rund 870 Transaktionen. Damit würde die Bestmarke aus dem Vorjahr (883 Unternehmenskäufe) knapp verfehlt. Die meisten Käufer kamen den Angaben zufolge bis Mitte November aus den USA mit 158 angekündigten Transaktionen. Auf dem zweiten Platz landete die Schweiz (80 Firmenübernahmen), gefolgt von den Briten (72). Auf Investoren aus Frankreich entfielen 55 und auf chinesische Interessenten 47 Deals.

Die meisten Übernahmen gab es wie schon 2016 im Bereich Industrieproduktion (24 Prozent), gefolgt von Handel und Konsumgüter (18 Prozent) sowie Technologie (16 Prozent). Das Volumen der Transaktionen stieg der Studie zufolge bis Mitte November deutlich auf 99,8 Milliarden Euro, nach 38,5 Milliarden im Vorjahreszeitraum. (dpa/jW)


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