23.08.2017
Überwachung
Datenspeicherwut trifft Presse
Journalisten verloren G-20-Akkreditierung aufgrund von Gesinnungsdiagnosen. Hamburgs Datenschutzbeauftragter ordnet Untersuchung an
Von Kristian Stemmler
Eine 1.-Mai-Demonstration fotografiert, vor Jahren an einer Protestaktion der Umweltorganisation Robin Wood teilgenommen, im kurdischen Diyarbakir recherchiert – das reicht für Journalisten, um als »gewaltbereiter Straftäter« oder »politisch motivierter Krimineller« in Dateien von Polizei und Verfassungsschutz zu landen. Wie sorglos deutsche Sicherheitsbehörden mit Daten von Pressevertretern umgehen, zeigt der Skandal um die 32 Journalisten, denen beim G-20-Gipfel ...
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