02.03.2017
Italien
Tod einer Tagelöhnerin
In Süditalien arbeiten arme Menschen unter lebensgefährlichen Bedingungen
Von Gerhard Feldbauer
Als Paola Clemente vor eineinhalb Jahren an einem Herzinfarkt starb, brannte die Sonne glühend heiß auf die Weinberge am Rande von Andria im süditalienischen Apulien. Statt einen Arzt zu rufen oder sie ins Krankenhaus zu bringen, legte man sie einfach unter einen Baum. Bereits um 2.30 Uhr in der Nacht hatte der Arbeitstag der 49jährigen Tagelöhnerin begonnen. Sie lebte mit drei Kindern und einem erwerbslosen Ehemann in der 15.000 Einwohner zählenden Gemeinde San Gio...
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