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Mehr als 100 ermordete Aktivisten in Kolumbien

Bogotá. Im vergangenen Jahr sind in Kolumbien 117 Aktivisten sozialer Bewegungen und von Menschenrechtsorganisationen ermordet worden. Diese Zahl nannte am Donnerstag der Fernsehsender Telesur unter Berufung auf das Institut für Entwicklungs- und Forschungsstudien (Indepaz) in Bogotá. Zu den Morden kämen 350 Morddrohungen und 46 Anschläge. Fünf Personen »verschwanden«, wurden also entführt und vermutlich ebenfalls umgebracht. Mehr als die Hälfte der Fälle wurde im Südwesten Kolumbiens registriert, so das Institut, das paramilitärische Banden für die Verbrechen verantwortlich macht. Indepaz forderte die Behörden zu wirksamen Maßnahmen zum Schutz der Betroffenen auf, denn derzeit würden nicht weniger als 30 Organisationen systematisch verfolgt. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2017, Seite 6, Ausland

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