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Gerichtshof fürchtet Klagewelle

Straßburg. In Zusammenhang mit dem Putschversuch in der Türkei vom vergangenen Juli fürchtet der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGRM), mit Beschwerden überschwemmt zu werden. Die türkische EGRM-Richterin Isil Karakas mahnte am Donnerstag gegenüber der Deutschen Presseagentur, dass das Verfassungsgericht in Ankara bald über Klagen gegen zahlreiche Verhaftungen und Entlassungen entscheiden solle. Geschehe dies nicht, werde der EGRM »seinen Job machen«, allerdings würde dies den Gerichtshof »blockieren«, so Karakas. Nach Angaben der türkischen Regierung sitzen derzeit 43.000 Menschen in Zusammenhang mit dem Putschversuch in Untersuchungshaft, 100.000 Staatsbedienstete wurden entlassen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 27.01.2017, Seite 6, Ausland

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