14.11.2016
Macht der Marmelade
Begehren und Depression: Erinnerungen an Leonard Cohen
Von Christof Meueler
Vor der Pubertät waren alle langsamen Lieder schlecht. Später schnitten manche rein wie scharfe Messer. Wie war ich enttäuscht, als ich die »Live Songs«, das vierte Album von Leonard Cohen, in den 70er Jahren aus dem Plattenregal meines Vaters gezogen und aufgelegt hatte. Ein so interessantes Cover und dann so lasche Lieder. Dort stand ein bemerkenswert kurzhaariger Mann extrem lässig an eine Kachelwand gelehnt, und – noch interessanter – die Lieder standen nicht h...
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