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Neue Provokation in Korea

Seoul. Wie Vertreter Washingtons und Seouls am Freitag mitteilten, soll bis Ende 2017 in Südkorea das Raketenabwehrsystem »Terminal High Altitude Area Defense« (THAAD) stationiert werden. Es richte sich »ausschließlich« gegen eine Bedrohung durch Nordkorea, hieß es. China legte trotzdem Protest ein: Der Schritt zerstöre das Gleichgewicht in der Region. Auch Russland wandte sich gegen die Stationierung. Das THAAD werde bei der militärischen Planung berücksichtigt, kündigte das Außenministerium in Moskau an, wie die Agentur Interfax meldete. Das Misstrauen ist berechtigt: Die Stationierung eines Abwehrsystems in Osteuropa begründete die NATO lange mit dem Atomprogramm des Iran. Obwohl der Streit um dieses beigelegt wurde, setzt die Allianz den Aufbau fort. (Reuters/AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 09.07.2016, Seite 1, Ausland

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