-
21.06.2016
- → Betrieb & Gewerkschaft
DGB fordert Gesetz für Lohngerechtigkeit
Berlin. Am Freitag hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einem offenen Brief die Einführung eines Lohngerechtigkeitsgesetzes gefordert. Das Schreiben, das auch vier andere Sozial- und Gleichstellungsverbände unterzeichnet haben, richtet sich an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Bundestag. Es verweist auf die Entgeltlücke von 21 Prozent zwischen Mann und Frau. »Im europäischen Vergleich gehört Deutschland damit zu den Schlusslichtern in Sachen Entgeltgleichheit.« Wichtig sei, ein bereits von Bundesministerin Manuela Schwesig (SPD) geplantes Gesetz zur Lohngerechtigkeit rasch zu verabschieden. Der Entwurf sieht ein Auskunftsrecht für alle Beschäftigten über die Lohnstruktur ihres Betriebes vor, Unternehmen mit mehr als 500 Angestellten sollen zudem verpflichtet werden, ihre Entlohnungspraxis überprüfen zu lassen. Die Vorlage liegt derzeit wegen Protesten der Unionsparteien auf Eis. Am Wochenende hat Schwesig erklärt, zu Abstrichen bei dem Gesetz bereit zu sein. (jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!