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­DGB fordert ­Gesetz für Lohngerechtigkeit

Berlin. Am Freitag hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in einem offenen Brief die Einführung eines Lohngerechtigkeitsgesetzes gefordert. Das Schreiben, das auch vier andere Sozial- und Gleichstellungsverbände unterzeichnet haben, richtet sich an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Bundestag. Es verweist auf die Entgeltlücke von 21 Prozent zwischen Mann und Frau. »Im europäischen Vergleich gehört Deutschland damit zu den Schlusslichtern in Sachen Entgeltgleichheit.« Wichtig sei, ein bereits von Bundesministerin Manuela Schwesig (SPD) geplantes Gesetz zur Lohngerechtigkeit rasch zu verabschieden. Der Entwurf sieht ein Auskunftsrecht für alle Beschäftigten über die Lohnstruktur ihres Betriebes vor, Unternehmen mit mehr als 500 Angestellten sollen zudem verpflichtet werden, ihre Entlohnungspraxis überprüfen zu lassen. Die Vorlage liegt derzeit wegen Protesten der Unionsparteien auf Eis. Am Wochenende hat Schwesig erklärt, zu Abstrichen bei dem Gesetz bereit zu sein. (jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.06.2016, Seite 15, Betrieb & Gewerkschaft

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