08.06.2016
Hand- kommt vor Kopfarbeit
Die Zeichnung als Membran zwischen Welt und Selbst: Das interdisziplinäre Werk von William Kentridge ist in Berlin zu sehen
Von Sabine Lueken
Alles beginnt mit dem Zeichnen: Punkt, Linie, dicke Striche mit Kohle, einfache Motive, immer wiederkehrende Gegenstände, der Körper des Künstlers in verschiedenen Haltungen. Gegenstände und Körper fangen an, sich zu bewegen, zu schweben, zu verwischen und werden zu Filmen. Eine Hand, die Striche zeichnet auf einem Blatt Papier: Wasser. Es beginnt zu fließen. Blau. Später fließt Blut. Rot. Ansonsten nur schwarz und alle Grautöne, die Kohlenstaub hervorbringen kann....
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