28.05.2016
Narben auf der Seele
Als erste syrische Bürgerkriegsflüchtlinge überhaupt kamen Hanadi und Ahmad 2012 nach Deutschland. Hier haben sie Fuß gefasst
Von Jan Rübel
Am 13. März 2012 steht Hanadi mit ihrem fünf Jahre älteren Bruder Ahmad in der Küche ihres Elternhauses in der Kleinstadt Kusseir, als eine Granate einschlägt. Rund 85 Prozent von Hanadis Haut verbrennen, bei Ahmad sind es 75 Prozent. Rebellen der »Freien Syrischen Armee« laden beide auf einen Pick-up. Von der Grenze zum Nordlibanon bringt ein Rettungswagen des Roten Halbmonds Hanadi und Ahmad in das »L’Hôpital de la Paix« nach Tripoli. Hier müsste eigentlich die Ge...
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