09.04.2016
Streit um Tod
Vor 35 Jahren starb Matthias Domaschk in der U-Haftanstalt der Bezirksverwaltung des MfS in Gera. Suizid sagten die DDR-Behörden, Mord heißt es in Politik und Medien nach der Wende
Von Robert Allertz
Am 12. April 1981 starb in Gera ein junger Mann. Der Leichnam hing an einem Heizungsrohr, um seinen Hals spannte sich eine Schlinge, die aus seinem Hemd gewunden worden war. Die Strangulation hatte zum Tode geführt, befanden die Gerichtsmediziner. Die Umstände deuteten auf einen Suizid. Wie meist in solchen tragischen Fällen, wenn Menschen unerwartet Hand an sich legen, zweifeln auch hier Angehörige, Freunde und Bekannte an einer derartigen Feststellung. Sie können ...
Artikel-Länge: 21587 Zeichen


