21.03.2002
Gegen Gauckomverengung
Hermann Kant besichtigt in »Okarina« sein Zeitalter
Von Arnold Schölzel
Anfang und Ende des Romans handeln von Kälte, einem »wölfischen Winter«, wie es im ersten Satz heißt. Wer es metaphorisch mag, wird die Wendung nicht nur auf die Meteorologie beziehen. Die Schlußpassagen, 460 Seiten weiter, verleiten dazu, Wetterphysik und Lebensbilanz verschränkt zu sehen: »So suche ich allein zurechtzukommen. Langsam passe ich mich der Nußschale an ... Freilich, solche Ordnung gilt nur, solange noch Ordnung ist. Meine Lust, Herrlicher Baikal zu su...
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