27.02.2016
Die zweite, schlimmere Bombe
Im Kino etwas Lehrstückhaftes: Andreas Maus’ Dokumentarfilm über die Behandlung von Opfern eines NSU-Anschlags durch die Kölner Polizei
Von Kai Köhler
Am 9. Juni 2004 explodierte in der Kölner Keupstraße eine Nagelbombe. Bei dem vom »Nationalsozialistischen Untegrund« (NSU) verübten Anschlag wurden 22 Personen verletzt. Mehrere Politiker, darunter der damalige Bundesinnenminister Otto Schily, schlossen unmittelbar nach der Tat einen »rechtsextremistischen« Hintergrund aus. Die Kölner Polizei ermittelte mit großem Eifer gegen die Opfer der Nazis, insbesondere gegen den Friseur, vor dessen Salon die Bombe deponiert ...
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