04.01.2016
Beabsichtigtes Missverständnis
Wie aus der berechtigten Sprachkritik am Terminus »Gutmensch« ein rechter Kampfbegriff wurde
Von Wiglaf Droste
Als Anfang bis Mitte der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts der Begriff »Gutmensch« in die »politisch« genannten, meist flauen, weil medial implodierenden »Debatten« des Landes eingeführt wurde, hatte das seine guten Gründe und seine volle Berechtigung. Kurt Scheel, neben Karl Heinz Bohrer Herausgeber der Zeitschrift Merkur, warf das Wort »Gutmensch« in die öffentliche Waagschale, und es hatte Gewicht. »Gutmensch« war in seiner, Scheels, Definition die Bezeichnung für ...
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