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31.12.2015

Zschäpe und der tiefe Staat

Jahresrückblick. Heute: NSU-Prozess. Späte Aussagen bringen kein Licht ins Dunkel, aber Bewegung in das Verfahren. Für den Geheimdienst ist es vor allem peinlich

Von Claudia Wangerin
Die späte Erklärung der Hauptangeklagten Beate Zschäpe im Münchner NSU-Prozess ist von verschiedenen Medien als »erbärmlich«, »jämmerlich« oder als »Märchenstunde« bezeichnet worden. Dabei lag sie in Sachen Glaubwürdigkeit absolut im Durchschnitt der Zeugenaussagen diverser Neonazis, V-Leute und Geheimdienstmitarbeiter in dem seit Mai 2013 laufenden Verfahren um die Mord- und Anschlagsserie, die seit November 2011 dem »Nationalsozialistischen Untergrund« zugeordnet ...

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