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Getöteter Pilot nach Russland überführt

Ankara. Sechs Tage nach dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die türkische Luftwaffe im Grenzgebiet zu Syrien ist die Leiche des getöteten Piloten nach Russland überführt worden. Eine Sondermaschine mit dem Leichnam von Oleg Peschkow hob am Montag am Flughafen von Ankara in Richtung Russland ab, wie die türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete.

Nach türkischer Darstellung war der Kampfjet in den türkischen Luftraum eingedrungen. Der überlebende russische Pilot Konstantin Murachtin bestreitet dies ebenso wie die Angabe Ankaras, es habe vor dem Abschuss mehrere Warnungen gegeben. Trotzdem lehnt die Türkei eine Entschuldigung ab. »Der Schutz unseres Luftraums und unserer Grenze ist nicht nur ein Recht, sondern eine Pflicht für meine Regierung«, sagte Ministerpräsident Ahmet Davutoglu nach einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Montag in Brüssel. »Kein türkischer Ministerpräsident, Präsident oder eine andere Autorität wird sich entschuldigen, weil wir unsere Pflicht tun.« (AFP/Reuters/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 01.12.2015, Seite 7, Ausland

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