23.10.2015
Die These von der »Superzelle«
NSU-Prozess: Markiertes Kartenmaterial soll Aufschluss über geplante Anschläge und Raubzüge geben. Nebenklageanwalt vermutet: Kerntrio wollte weitere Zellen »anleiten«
Von Claudia Wangerin
Im Münchner NSU-Prozess hat das Gericht diese Woche zahlreiche Stadtpläne und Notizen ausgewertet, die zum Teil aus dem mutmaßlichen Hauptquartier des »Nationalsozialistischen Untergrunds«, der Zwickauer Wohngemeinschaft von Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe stammen. Weitere Papiere fanden sich in dem Wohnmobil, in dem Mundlos und Böhnhardt am 4. November 2011 nach einem zunächst erfolgreichen Bankraub in Eisenach angeblich Selbstmord begangen hatten, als...
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