06.10.2015
Kollateralverbrechen
Nach dem US-Luftangriff auf ein Krankenhaus in Kundus lassen Stellungnahmen der afghanischen Behörden auf ein kaltblütiges Kriegsverbrechen schließen
Von Knut Mellenthin
Nach dem US-Luftangriff auf ein Krankenhaus in der nordafghanischen Provinzhauptstadt Kundus hat sich die Zahl der Todesopfer auf 22 erhöht. Zehn von ihnen, darunter drei Kinder, waren Patienten; die anderen zwölf gehörten zum Personal. Außerdem wurden 37 Menschen zum Teil schwer verletzt. Die internationale Hilfsorganisation »Ärzte ohne Grenzen« (Médecins Sans Frontières, MSF), die das Hospital betrieben hatte, gab am Sonntag die Schließung bekannt, da auf Grund...
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