06.06.2015
Militanz und Marmelade
Wir haben sie so geliebt, die Theorie, die Revolution und die Kunst: Philipp Felsch erzählt die Geschichte des Merve-Verlags
Von Christof Meueler
Mit den postkartengroßen Büchern des Westberliner Merve-Verlags verhielt es sich früher wie mit den Knack-und-Back-Packungen für Croissants aus dem Tiefkühlregal: Hatte man sie einmal aufgeschlagen, zerfielen sie.
Ihr Inhalt war dem heutiger You-Tube-Videos nicht unähnlich: Fragmente von irgendetwas, momenthaft konsumierbar und vorzugsweise assoziativ zu gebrauchen. Die wenigsten Leser wussten, dass die meisten dieser Texte aus größeren Werken stammten, die sch...
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