11.05.2015
West-ostelbischer Diwan. Unterwegs im Jerichower Land (3). Burg
Von Annette Riemer
Burg sei eine »ansehnliche Stadt, von der trotzdem niemand nichts weiß«, bemerkte Theodor Fontane in seinen Erinnerungen »Von zwanzig bis dreißig«. Und Fontane musste es wissen, denn er hatte im »Herbste 1840« drei Monate in Burg verbracht, wo er am Markt in der Adler-Apotheke arbeitete und sich bei »Skat- und Kegelpartie« derart langweilte, dass er zum Satiriker wurde. In seinen acht bitterbösen Gedichten auf Burg heißt es etwa: »Einem riesigen Stall voll Schafen g...
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