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07.05.2015

Fürstliches Freiwild

Hans Joachim Schädlich erzählt von der Nachtseite des Narrenlebens

Von Werner Jung
Ein Narr, informiert uns das Grimmsche Wörterbuch, ist ursprünglich eine verrückte Person, auch ein Geisteskranker, später dann auch ein Spötter und schließlich in Gestalt eines Hofnarren, der seit dem 15. Jahrhundert bei Edelmännern verbreitet ist, jemand, der das aussprechen darf, was anderen verwehrt ist. So heißt es bei Friedrich Logau (1605-1655) schon: »Ein herr, der narren hält, der thut gar weiszlich dran, weil, was kein weiser darff, ein narr ihm sagen kann...

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