15.04.2015
Neoliberale Morgenluft
Schwaches Wachstum in EU und China bringt Lateinamerikas Wirtschaft außer Tritt. Gegner von Mindestlohn und Sozialprogrammen fordern Einschnitte
Von Benjamin Beutler
Den Volkswirtschaften zwischen Rio Grande und Feuerland steht 2015 ein weiteres Jahr der Abkühlung bevor. Wie die Wirtschaftskommission für Lateinamerika und die Karibik (CEPAL) in ihrem jüngsten Bericht zur ökonomischen Lage in der Region vorrechnete, werde das Wachstum bis zum Jahresende bei nur einem Prozent landen. Verantwortlich sei die Weltwirtschaft. Diese knabbere weiter an den Folgen der Finanz- und Bankenkrise, konstatiert das UN-Regionalbüro mit Sitz in C...
Artikel-Länge: 4739 Zeichen


