06.03.2015
Kreuzberger Notizen. Mehr Orthographie wagen
Von Eike Stedefeldt
Kaum ruhte Karl August Varnhagen von Ense, dessen 210. Geburtstags hier letztens gedacht wurde, 1858 im Grabe, begann Ludmilla Assing mit der Edition seines schriftlichen Erbes – und schädigte dauerhaft den Ruf des Biographen. Waren der Nichte doch höchst subjektive, oft bissige Notizen zu Zeitgenossen, Freunden und Weggefährten des Onkels zugefallen, die er wohlweislich nie in Büchern verarbeitet hatte. Vielmehr trugen letzte Verfügungen Sorge, dass bei ihrem...
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