-
26.02.2015
- → Inland
NSU bereitete sich wohl auf Flucht ins Ausland vor
München. Ein Zeuge aus der Neonaziszene in Chemnitz hat im NSU-Prozess eingeräumt, die Terroristen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU), bei Fluchtplänen ins Ausland unterstützt zu haben. Er habe den drei seinen Personalausweis überlassen, sagte er am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht München. Dann habe er mitbekommen, dass auf seinen Namen ein Reisepass beantragt und ausgestellt wurde. Nach einigen Monaten habe er aber den Eindruck gehabt, die Fluchtpläne ins Ausland hätten sich zerschlagen. Er habe das Trio gebeten, ihm den Pass auszuhändigen und ihn auch bekommen. Auf dem Dokument habe sich das Passfoto von Uwe Böhnhardt befunden. Der Zeuge äußerte, er habe den Pass sofort vernichtet. Er räumte auch ein, die drei Flüchtigen nach ihrem Abtauchen 1998 bei Bekannten in Chemnitz versteckt zu haben. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!