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10.02.2015

Wenig verläuft nach Plan

Sebastian Schippers »Victoria« überzeugt im Wettbewerb mit einer ungewöhnlichen Dramaturgie

Von Kai Köhler
Ein ziemlich sicheres Mittel, im Film Spannung zu erzeugen, ist dieses: Der Zuschauer weiß mehr, oder besser noch, er ahnt mehr als die Figuren. Sebastian Schipper wendet diese Dramaturgie in seinem Wettbewerbsbeitrag »Victoria« virtuos an. Über 140 Minuten zeigt er das Ende einer Partynacht, und es bedarf keiner übermäßigen Weltkenntnis, um früh zu merken, wie zielsicher sich die Titelheldin in Schwierigkeiten bringt. Dabei wirkt die erste halbe Stunde eher zerfase...

Artikel-Länge: 3537 Zeichen

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