28.01.2015
Durchleuchteter Arbeiter
Die Daimler-AG screent ihre weltweit 280.000 Beschäftigten darauf, ob sie auf Terrorsanktionslisten stehen. Der Konzern folgt dabei »zwingenden« gesetzlichen Vorgaben aus der EU und den USA
Von Werner Rügemer
Am 12. November 2014 schloss der Vorstand der Daimler-AG mit dem Betriebsrat eine Konzernvereinbarung. Danach wird der Abgleich der Stammdaten (Name, Geburtstag, Adresse) der weltweit 280.000 Beschäftigten mit Antiterrorlisten neu geregelt. Seit dem 1. Dezember 2014 wird die Überprüfung vierteljährlich wiederholt. Bei »Treffern« werden Gehaltszahlungen sofort gesperrt, die Mitarbeiter werden freigestellt. Sie können eine Anhörung beantragen. Sie werden, falls sich d...
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