12.12.2014
Schwarz sieht schwarz
USA: Wirtschaftliche und soziale Kluft zwischen Weißen und Afroamerikanern bleibt riesig. Rezepte dagegen hat die Gesellschaft nicht. Das nährt die Wut
Von Raoul Rigault
Rassistische Gewalt von Polizei oder bewaffneten weißen Kleinbürgern gegen Farbige gehört in den Vereinigten Staaten zum Alltag. Empörung darüber legt sich in der Regel schnell. Die aktuelle, landesweite Protestbewegung nach der ungesühnten Erschießung des schwarzen Jugendlichen Michael Brown in Ferguson, Missouri, sowie weiteren Fällen in Cleveland und New York unterscheidet sich deutlich davon. Sie ist Ausdruck der Enttäuschung darüber, dass sich an der Rassendisk...
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