15.11.2014
»Der Präsident sagt, es gab keinen Völkermord«
Ein Gespräch mit Michael Mörth über den Prozess gegen den guatemaltekischen Exdiktator Efraín Ríos Montt, das Justizsystem des mittelamerikanischen Landes und die Zusammenarbeit von Militär, Politik und Wirtschaft
Von Lena Kreymann
In Guatemala wird im Januar der Prozess gegen den Exdiktator Efraín Ríos Montt wieder aufgerollt. Mit der Hauptverhandlung im Jahre 2013 war es weltweit das erste Mal, dass ein ehemaliges Staatsoberhaupt im eigenen Land wegen Völkermord vor Gericht stand. Worum geht es bei dem Verfahren?
Ríos Montt ist angeklagt wegen Völkermord an dem indigenen Mayavolk der Ixil Guatemalas und Kriegsverbrechen in seiner Zeit als Diktator in den achtziger Jahren. Er war durch einen ...
Artikel-Länge: 16696 Zeichen


