07.11.2014
Katastrophenkapitalismus
Selbst ein Jahr nach dem Taifun »Haiyan« kommt der Wiederaufbau nur schleppend voran. Manila nutzt die Katastrophe zur Militarisierung.
Von Rainer Werning
Am 8. November 2013 war einer der heftigsten der bis dahin jemals registrierten tropischen Wirbelstürme »Haiyan« (lokal als »Yolanda« bekannt) über die zentrale Inselgruppe der Visayas hinweggefegt. Mit Böen von bis zu 370 Stundenkilometern und fünf Meter hohen Flutwellen hinterließ der Taifun eine breite Schneise der Verwüstung. Am schwersten betroffen waren die Inseln Samar und Leyte mit der Haupt- und Küstenstadt Tacloban.
Bis Herbst 2014 sind laut Angaben der Re...
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