18.10.2014
Zwischen Pest und Cholera
Zwei Jahre nach dem Maspero-Massaker bleiben Ägyptens Christen marginalisiert
Von Sofian Philip Naceur
Es waren chaotische und groteske Szenen zugleich. Am 9. Oktober 2011 zogen Tausende christliche Kopten aus dem Nordkairoer Bezirk Schubra ins Stadtzentrum der ägyptischen Hauptstadt, versammelten sich vor dem Hauptsitz des Staatsrundfunks, genannt Maspero, am östlichen Nilufer und demonstrierten friedlich gegen die damals ausufernde Gewalt im Land. Plötzlich fielen Schüsse, gepanzerte Fahrzeuge rasten in die Menge. Bei dem harten Vorgehen des Militärs gegen den Prot...
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