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15.10.2014

Stochern im Sumpf

NSU-Prozess: 150 Tage Zeitsprünge, vergessliche Zeugen, angebliche Wahnvorstellungen und der lange Weg der Mordwaffe. Ein Zwischenstand

Von Claudia Wangerin
Während Geheimdienste mauern, ist die juristische Aufarbeitung der Verbrechen des »Nationalsozialistischen Untergrunds« (NSU) für normalsterbliche Zeitungsleser kaum noch nachvollziehbar: Heute ist der 150. Verhandlungstermin vor dem Oberlandesgericht München, das es seit Mai 2013 nicht schafft, zehn Morde, zwei Sprengstoffanschläge, mehrere Raubüberfälle und die Frühgeschichte der mutmaßlichen Tätergruppe in sachlogischer Reihenfolge zu verhandeln. Zu wenig Zeit wa...

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