Zum Inhalt der Seite

Mobile Kliniken für Westafrika gefordert

Frankfurt am Main. Der Leiter des Frankfurter Gesundheitsamtes, René Gottschalk, plädiert für die Lieferung kompletter Krankenhäuser nach Westafrika, um die Ebola-Epidemie einzudämmen. »Man muß ganze Hospitäler dort hinschaffen oder ein Hospitalschiff vor der Küste vor Anker gehen lassen«, sagte Gottschalk der Frankfurter Rundschau vom Montag. Jedes mobile Hospital, das Europa habe, sei 1000 Mal besser als die afrikanischen Krankenhäuser. »Wir müßten natürlich Personal mit runter schicken und Labore. Mit unserer Schutzausrüstung hätte dieses Personal auch nichts zu fürchten. Dann könnte man das hinkriegen. Aber es würde eine unglaubliche Anstrengung erfordern.« Den betroffenen Ländern, besonders Guinea, Liberia und Sierra Leone, sei nur noch von außen zu helfen.

Gottschalk ist auch Sprecher des ständigen Arbeitskreises der »Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen«. Dessen Geschäftsstelle ist beim Robert-Koch-Institut angesiedelt, einem »Bundesinstitut im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit«.


(DPA/jW)
junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 09.09.2014, Seite 4, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!